Neues aus der DiakonieBleiben Sie auf dem Laufenden

Nachrichten

Aktion "Hoffnung für Osteuropa" in Limburgerhof eröffnet

 "Solidarisch handeln in Europa" lautete das Motto des Gottesdienstes, mit dem am Sonntag, 18. Februar, in der Protestantischen Kirche in Limburgerhof die 25. Spendenaktion "Hoffnung für Osteuropa" eröffnet worden ist. Corinna Weissmann, Referentin für Ökumenische Diakonie, rief dazu auf, mit Spenden ein Zeichen für eine Kultur des Teilens auf unserem Kontinent zu setzen.

Es war ein Gottesdienst, der Menschen aus verschiedenen Ländern miteinander verband. So freute sich der Pfarrer der Protestantischen Gemeinde Limburgerhof, Martin Grimm, Gäste aus der Ukraine und Tschechien begrüßen zu können, die den Gottesdienst mitgestalteten. Pfarrer Grimm war als Liturg für den erkrankten Dekan Markus Jäckle eingesprungen.

Nach der Schriftlesung - passend in Deutsch und Russisch - griff der Neustadter Dekan Armin Jung in seiner Predigt das verbindende Element des Festgottesdienstes auf. "Ich komme gern zu den Eröffnungsgottesdiensten der Aktion `Hoffnung für Osteuropa´, weil hier so viele Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen zusammenkommen", sagte er. So waren unter den rund 80 Gottesdienstbesuchern neben den Gästen aus den Ländern Osteuropas, wo das Projekt aktiv ist, auch Mitglieder der verschiedenen Initiativen, die sich in der ganzen Pfalz für mehr soziale Gerechtigkeit in Osteuropa einsetzen. "Alle sind Mitarbeiter Gottes", zog der Neustadter Dekan den Bogen zur Schriftlesung aus dem Zweiten Korintherbrief. "Jetzt müssen wir das einsetzen, was wir einsetzen können. Wir müssen immer dann helfen, wenn Hilfe gebraucht wird. Jetzt ist die Zeit der Gnade, jetzt ist der Tag des Heils. Lasst uns das miteinander Wirklichkeit werden lassen", beendete er seine Predigt.

Anschließend eröffnete Pfarrerin Corinna Weissmann die 25. Aktion "Hoffnung für Osteuropa". Diese wurde 1994 als Antwort auf die Not der Menschen in Mittel- und Osteuropa gegründet. Durch Erfahrungsaustausch und Kooperation mit einheimischen kirchlichen wie zivilgesellschaftlichen Partnern will "Hoffnung für Osteuropa" Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Erfolgreiche Sozialprojekte sollen als Symbole der Hoffnung wahrgenommen werden und zur Nachahmung motivieren.

Ein Beispiel für eine solche Partnerschaft ist die Kirchengemeinde Limburgerhof mit ihren Projekten in der Ukraine, wo Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ebenso unterstützt werden wie Kranke und Kinder. Regelmäßig kommt es dabei zu gegenseitigen Besuchen.

Mit der Aktion "Hoffnung für Osteuropa" werden gleich mehrere Ziele verfolgt, wie Corinna Weissmann in ihrer Ansprache erläuterte. Da sind einmal die Menschen, die mit Alten und Kranken arbeiten, mit Straßenkindern und Sozialweisen und mit Menschen mit Behinderungen. Sie alle werden durch die Spendenaktion in ihrer Arbeit ermutigt. "Den Auftrag und die Motivation für die Aktion beziehen wir aus Gottes liebender Hand. Gott wendet sich in besonderer Weise den Armen und Schwachen zu, damit Not überwunden wird", sagte die Referentin für Ökumenische Diakonie. Denn mit den im Osten geschlossenen Partnerschaften werden soziale Programme gefördert. Diese haben das Ziel, Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Doch die Projektziele reichen über die unmittelbare Hilfe vor Ort hinaus: Das Projekt soll die Regierenden in Osteuropa daran erinnern, dass es die vornehmste Aufgabe eines Staates ist, die Schwachen zu stützen und zu fördern. "Wohlstand verpflichtet zu Solidarität und Ausgleich", appellierte Weissmann an die Verantwortlichen. Abschließend rief sie dazu auf, mit den Spenden für die Aktion "ein Zeichen für eine Kultur des Teilens auf unserem Kontintent" zu setzen. Die Aktion "Hoffnung für Osteuropa" endet mit der Kollekte am Pfingstsonntag, 20. Mai 2018.

 

Anette Konrad