Pflege braucht Verlässlichkeit
In einem Rheinpfalz-Interview ordnet Vorstandsvorsitzender Albrecht Bähr die Problematik der Pflege ein.
Das vollständige Interview erschien am 09.07.2026 in "Die Rheinpfalz", Südwest
Die Zukunft der Pflege bewegt viele Menschen – und das zu Recht. In einem ausführlichen Interview mit Die Rheinpfalz macht unser Vorstandsvorsitzender deutlich: Die aktuellen Reformpläne der Bundesregierung lösen die drängenden Probleme in der Pflege nicht. Stattdessen drohen sie, die Versorgung weiter zu verschärfen.
Im Gespräch beschreibt er die Realität, die unsere Mitarbeitenden und Einrichtungen täglich erleben: steigende Kosten, wachsende Bürokratie, ein zunehmender Fachkräftemangel und immer mehr Menschen, die auf gute Pflege angewiesen sind. Gleichzeitig warnt er davor, Pflege ausschließlich unter Kostengesichtspunkten zu betrachten. Pflege ist Daseinsvorsorge – und sie braucht eine verlässliche Finanzierung.
Diese Einschätzung deckt sich mit der aktuellen Position der Diakonie Deutschland. Sie kritisiert insbesondere die geplante Begrenzung der Refinanzierung tariflicher Personalkosten. Wer Einrichtungen tarifgerechte Bezahlung abverlangt, müsse diese auch vollständig refinanzieren. Andernfalls geraten gerade gemeinnützige Träger wirtschaftlich unter Druck – mit direkten Folgen für die Versorgung der pflegebedürftigen Menschen. Die Diakonie warnt deshalb, dass ein Tarifdeckel die Versorgung gefährdet und Leistungen eingeschränkt werden könnten.
Unser Vorstandsvorsitzender appelliert deshalb an die Politik, die Pflege nachhaltig zu stärken: mit einer verlässlichen Finanzierung, weniger Bürokratie und Rahmenbedingungen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen – sowohl den Pflegebedürftigen als auch den Mitarbeitenden.
Gute Pflege ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
