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Pressemeldungen

Diakonisches Werk für Menschenwürde

Klare Haltung gegen Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen.

Das Diakonische Werk Pfalz positioniert sich mit deutlicher Klarheit gegen jede Form der Abwertung und Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte zu Aussagen und Positionen der AfD erklärt das Diakonische Werk Pfalz: Christliche Werte und diakonisches Handeln stehen für die unveräußerliche Würde jedes Menschen – unabhängig von Leistungsfähigkeit, Gesundheit oder Unterstützungsbedarf.

„Als diakonischer Träger treten wir für eine Gesellschaft ein, in der jeder Mensch seinen Platz hat und dazugehören kann. Die Würde des Menschen ist nicht an Leistung gebunden. Wer Menschen mit Behinderungen sprachlich oder gesellschaftlich abwertet, stellt sich gegen zentrale Grundlagen unseres christlichen Menschenbildes“, erklärt Albrecht Bähr, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Pfalz. Die Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte kritisiert insbesondere Aussagen führender AfD-Vertreter, die Inklusion als Belastung darstellen oder Menschen nach vermeintlicher Leistungsfähigkeit bewerten. Für das Diakonische Werk Pfalz widersprechen solche Positionen fundamental dem christlichen Verständnis von Nächstenliebe, Solidarität und gesellschaftlicher Verantwortung. Gerade im Arbeitsalltag zeigt sich nach Auffassung des Diakonischen Werkes, wie wichtig ein respektvoller und inklusiver Umgang miteinander ist. Menschen mit Behinderungen seien selbstverständlicher Teil von Teams, Einrichtungen und Arbeitsgemeinschaften – mit ihren Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven.

Dazu erklärt die Schwerbehindertenvertretung des Diakonischen Werkes Pfalz: „Menschen mit Behinderungen erleben im Arbeitsalltag leider immer noch Vorurteile und strukturelle Hürden. Umso wichtiger ist ein gesellschaftliches Klima, das Respekt, Teilhabe und Anerkennung stärkt – und nicht Ausgrenzung oder Abwertung. Die in der Analyse vorgestellten Aussagen von Vertreterinnen und Vertretern der AfD stehen im klaren Widerspruch zu dem, wofür wir als Interessenvertretung schwerbehinderter Menschen eines diakonischen Arbeitgebers eintreten: Jeder Mensch hat dieselbe Würde und das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben und an unserer Gesellschaft.“

Das Diakonische Werk Pfalz betont, dass Inklusion kein ideologisches Projekt sei, sondern Ausdruck eines demokratischen und christlichen Menschenbildes. Eine Gesellschaft zeige sich gerade darin, wie sie mit Menschen umgeht, die Unterstützung benötigen oder verletzlich sind. „Diakonie bedeutet, Menschen nicht nach ihrem Nutzen zu bewerten, sondern ihnen mit Achtung, Respekt und Offenheit zu begegnen. Deshalb widersprechen wir allen politischen Tendenzen, die Menschen gegeneinander ausspielen oder ihre Würde relativieren“, so der Landesdiakoniepfarrer, Albrecht Bähr, weiter.

Das Diakonische Werk Pfalz ruft dazu auf, gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Werte und eine Kultur der Inklusion aktiv zu stärken – in Politik, Arbeitswelt, Bildung und im täglichen Miteinander.

Hintergrund

Zur aktuellen Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte:

Die AfD – eine Gefahr für Menschen mit Behinderungen