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Unterstützung vor Ort: Krankenpflege- und Diakonievereine

Tradition mit Zukunft

Seit jeher  ist es christlicher Auftrag Kranke zu pflegen, Sterbende zu begleiten und Alten und Verwirrten eine Heimstatt zu bieten.

Zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts gründeten sich in den Dörfern und Städten der Pfalz und Saarpfalz immer häufiger Krankenpflege- und Diakonievereine. Dies war zum einen der Not im beginnenden Industriezeitalter geschuldet. Gleichzeitig boten die aufstrebenden Diakonissenmutterhäuser mit der Ausbildung von Diakonissenschwestern als Gemeindeschwestern und deren Entsendung in die evangelischen Gemeinden  qualifizierte Hilfe  vor Ort an.

Die Vereine bestritten den Lebensunterhalt der Diakonissen. Häufig entstanden Diakonissenstationen, in denen mehrere Diakonissen zusammen lebten. Die Schwestern waren nicht nur Kranken- und Armenpflegerinnen,  sondern Ansprechpartnerinnen für jede Art von familiären Problemen und auch für die Kinderschulen zuständig.

Das Bild der Diakonisse mit ihrer dunklen Tracht und ihrer weißen Haube prägte bis in die 60/70er Jahre  des vergangenen Jahrhunderts die Gemeindediakonie. Nachdem die Diakonissenmutterhäuser den Bedarf an Diakonissenschwestern nicht mehr decken konnten und gleichzeitig  der Bedarf an häuslicher Pflege stieg, verschmolzen die Diakonissenstationen mit den  neu entstehenden Ökumenischen Sozialstationen in der Pfalz und Saarpfalz.

Diakonissen-, Krankenpflege-und Diakonievereine fördern die Ökumenischen Sozialstationen.

In der Zeit von 1970 bis zum gesetzlichen Anspruch auf die Pflegeversicherung im Jahre 1995 unterstützten die Vereine die  Ökumenischen Sozialstationen finanziell und durch Sachspenden wie Krankenbetten, Rollstühle  usw. Ihre Mitglieder konnten diese unentgeltlich ausleihen. Sofern eine Leistung durch die Krankenkasse nicht finanziert wurde, half der Krankenpflegeverein.

Auch mit dem gesetzlichen Anspruch auf die Pflegeversicherung endet das Engagement der Diakonissen-, Krankenpflege und Diakonievereine nicht.

Auch weiterhin unterstützen die 270 Vereine die Arbeit der Ökumenischen Sozialstationen. Versorgungslücken der Pflegeversicherung werden durch die Mitgliedschaft im Verein getragen oder abgemildert. Projekte zur Demenzbetreuung oder Alltagsbegleitung werden finanziell gefördert, häufig lange bevor diese von anderen Kostenträgern als Bedarf erkannt oder finanziert werden.