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Therapeutische Schülerförderung

Allgemeine Beschreibung der Einrichtung

Schulische Probleme äußern sich nicht nur als "Fünf" in Deutsch und Mathe. Oft haben Schüler mit mehr als nur einem Problem zu kämpfen - und schlechte Noten spiegeln nur einen kleinen Teil der ganzen Problematik wider. Deshalb müssen Lösungen für schulische Probleme an vielen veschiedenen Punkten gleichzeitig ansetzen. Die Therapeutische Schülerförderung (TSF) des Diakonischen Werkes im Kirchenbezirk Homburg verfolgt diesen Ansatz. Sie besteht bereits seit 1983. Im Unterschied zu kommerziellen Schülerhilfen, die sich ausschließlich schulischer Probleme annehmen, sieht die TSF ihre Aufgabe darin, Kindern und deren Familien im schulischen, im persönlichen und im familiären Bereich zu helfen.

Neben der konkreten und praktischen Hilfestellung zielt ein breites Beratungs- und Informationsangebot darauf ab, Eltern und Kinder zu befähigen, gegenwärtige und zukünftige Belastungen aus eigener Kraft zu bewältigen.

Unsere Ziele

Die TSF möchte verhindern, dass Kinder in der Schule versagen oder in dissoziales Verhalten abgleiten. So werden auch wesentlich teurere und aufwendigere Maßnahmen wie Heimerziehung vermieden. Therapeutische Schülerförderung ist präventive Jugendhilfe.
Die TSF fördert eine positive Einstellung zum Lernen. Sie will die Schüler an die intellektuellen Anforderungen der Schule heranfühen und nach Möglichkeit die Umschulung in eine Förderschule verhindern. Um im Schulalltag zu bestehen, lernen die Kinder auch Strategien, mit Kritik umzugehen und Probleme lösen zu können.

Wem wir helfen

Die Initiative zur Anmeldung der Kinder in der TSF geht häufig von den Eltern aus. Oft stellen auch Lehrer der ortsansässigen Schulen den Kontakt her, insbesondere dann, wenn sie bereits mit unserer Einrichtung zusammengearbeitet haben. Eher selten werden Kinder über das Jugendamt vermittelt.
Die TSF nimmt ausschließlich Kinder mit massiven Problemen im schulischen Bereich, im Verhaltensbereich oder im persönlichen Bereich auf.
Zu Problemen im Verhaltensbereich gehören zum Beispiel Aggressivität, Hyperaktivität, Ängste, Hemmungen, dissoziales Verhalten in und außerhalb der Schule und Gruppenunfähigkeit.
Im schulischen Bereich treten Probleme wie Legasthenie, Dyskalkulie, allgemeine Lernschwächen, Überforderung, Konzentrationsstörungen, Prüfungsängste, Sprachprobleme und Sprachstörungen, Motivationslosigkeit, motorische Störungen, Entwicklungsverzögerungen, Fehlzeiten in der Schule und Leistungsverweigerung auf.
Kontaktarmut, fehlendes Selbstwertgefühl, fehlendes Selbstvertrauen, Probleme im Sozialverhalten, Probleme im Elternhaus, Einnässen oder Integrationsprobleme zählen zu den Probelmen im persönlichen Bereich.

Wie wir helfen

Ein Problem kommt selten allein: Häufig kommen bei einem Kind mehrere Faktoren zusammen. Bei der Aufnahme werden Probleme der Eltern oder Erziehungsberechtigten im persönlichen und sozialen Bereich (wie Erziehungsprobleme, beengte Wohnverhältnisse, finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit, Scheidungs- oder Trennungsproblematik oder Krankheiten) besonders berücksichtigt und gewichtet.

Der therapeutische Anspruch der TSF wird bereits aus der Struktur des täglichen und wöchentlichen Arbeitsprogramms deutlich. Lediglich die Hälfte der wöchentlichen Betreuungszeit ist für die Hausaufgabenhilfe und die schulische Förderung vorgesehen. Die verbleibende Zeit ist für die Freizeitgestaltung und für Gruppen- und Einzelmaßnahmen reserviert. Ein Tag in der Woche, der Freitag, bleibt ausschließlich außerschulischen Aktivitäten vorbehalten.

Eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit der TSF ist der ständige Dialog mit den Schulen. Daneben arbeitet die TSF aber auch mit Schulpsychologen, Logopäden, Kinderärzten, Ergotherapeuten, Sozialberatungsstellen, dem Jugendamt, den Mitarbeitern der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätskliniken und vielen anderen Behörden und Institutionen zusammen.

Kontakt, Anfahrt & Team

Die TSF hat ihren Sitz in der Lagerstraße 2 in Homburg, also direkt im Zentrum der Stadt und in der Nähe der evangelischen Stadtkirche. Von Montag bis Freitag werden in der TSF 22 Schüler(innen) der Grundschulen, Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen aus Homburg und Umgebung betreut.
Das Mitarbeiterteam der TSF besteht aus drei pädagogischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, einer Sozialarbeiterin und einer Psychologin. Die Kosten werden durch den Saarpfalz-Kreis und das Diakonische Werk Pfalz getragen. So ist es möglich, die Betreuung der Kinder für die Familien selbst kostenfrei zu halten.