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Hilfe zur Selbsthilfe in Cafés

Stiftskirchencafé Kaiserslautern und Café Lichtblick in Pirmasens setzen auf Hilfe zur Selbsthilfe

Informell und informativ: Diese Idee steht hinter dem Stiftskirchencafé der Protestantischen Gesamtkirchengemeinde Kaiserslautern wie auch hinter dem Café Lichtblick der Protestantischen Johanneskirchengemeinde in Pirmasens.

Die Cafés sind niederschwellige Angebote für Menschen,

  • die Hilfe und Beratung suchen,
  • sich informieren und gegenseitig unterstützen,
  • Erfahrungen austauschen
  • und miteinander ins Gespräch kommen möchten.
  • Sie ermöglichen Teilhabe am Leben in der Gemeinde
  • und stabilisieren soziale Kontakte.

Stiftskirchencafé Kaiserslautern

Das Stiftskirchencafé wurde 2011 ins Leben gerufen. "Wir bieten hier Beratung zu allgemeinen Themen an, zum Beispiel werden Gesetzesänderungen vorgestellt und rechtliche Grundlagen vermittelt oder es gibt Fachvorträge zu Themen wie Grundsicherung im Alter oder auch Tipps zum kostengünstigen Kochen", erklärt Torsten Wilhelm, Sozialpädagoge beim Evangelischen Gemeindedienst Kaiserslautern. Die Fachvorträge dienen nicht nur der Information, sondern regen auch jedes Mal zu Diskussionen und Gesprächen zwischen den Cafébesuchern an. "Das ist so gewollt. Im Gegensatz zu Einzelberatungen, in denen wir jedem Hilfesuchenden alles erläutern, tauschen sich unsere Besucher hier aus und geben ihre eigenen Erfahrungen wieder", sagt Wilhelm. "Am Anfang waren wir zunächst skeptisch, ob in einer Gruppe so offen berichtet wird. Jetzt wissen wir, dass das gut funktioniert." So wird nicht nur die Fachkompetenz der Klientinnen und Klienten gestärkt, sondern auch die Eigenverantwortung und das Selbstbewusstsein.

Sie machen bei uns die Erfahrung, dass hier jemand ihre Meinung hören möchte und ihre Ideen und Tipps für andere wertvoll und hilfreich sind. Es stärkt das Selbstwertgefühl, wenn man kompetent auftreten und auch von Erfolgen berichten kann und nicht immer nur der Bittsteller ist",

verdeutlicht Wilhelm das Konzept.

Auch für die Mitarbeiter ist das Stiftskirchencafé, das jeden letzten Dienstagvormittag im Monat stattfindet, eine wichtige Anregung. Denn bei den Diskussionen und Gesprächen wird auch bewusster, wo bei den Besuchern der Schuh besonders drückt, welche Bedarfe bestehen.

Kooperationen gibt es

  • mit den protestantischen Kindertagesstätten in Kaiserslautern,
  • mit den protestantischen Kirchengemeinden,
  • dem Haus der Diakonie,
  • der Caritas,
  • der "Neuen Arbeit Westpfalz",
  • dem Jobcenter,
  • dem Referat Soziales
  • und der Arbeiterwohlfahrt.

Eine hauptamtliche Mitarbeiterin übernimmt die Vorbereitung, Koordination und Moderation mit etwa fünf Arbeitsstunden pro Monat.

Café Lichtblick in Pirmasens

Auf eine lange Geschichte kann das Café Lichtblick der Protestantischen Johanneskirchengemeinde in Pirmasens zurückblicken. Es wurde bereits 1999 als Anlaufstelle für erwerbslose Menschen gegründet - zu einem Zeitpunkt, als viele Arbeiter in der Schuhindustrie von einer Kündigungswelle betroffen waren und insbesondere Hilfsarbeiter keine Chancen mehr auf einen Job im ersten Arbeitsmarkt hatten. Mit dem Café wollte sich die Gemeinde bewusst sozial mehr engagieren und ein Signal setzen.

Heute kümmert sich Gemeindepädagoge Manfred Vogel um die Arbeitssuchenden. Gerade Menschen, die strukturbedingt aus dem Berufsleben fallen, finden hier in einem informellen Rahmen eine Möglichkeit zum Austausch und zur Beratung und Hilfe.

Die Besucher

  • werden beim Schreiben von Bewerbungen unterstützt,
  • es gibt (Einzel)Bewerbertraining,
  • die Möglichkeit der Stellenrecherche im Internet und der Zeitung.

Im Café stehen dafür Computer zur Verfügung. Bei weitergehendem Bedarf werden Einzeltermine vereinbart.

  • Das Café hat montags und mittwochs von 10 bis 14 Uhr
  • sowie donnerstags von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

Enge Kooperationen bestehen

  • mit dem Haus der Diakonie, an das zur Fachberatung verwiesen wird,
  • mit der Arbeitsagentur
  • und dem Jobcenter, die beide auch Klienten vermitteln.

Das Netzwerk sozialer Träger ist sehr gut ausgebildet, Kontakte bestehen auch zu Caritas und Arbeiterwohlfahrt.