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Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz erhalten

Wichtiges Beratungsangebot der Daseinsfürsorge darf kein Gegenstand von Sparmaßnahmen sein

Mainz. Die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz spricht sich für einen unveränderten Erhalt der flächendeckenden Struktur der Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz aus. Hintergrund ist die aktuelle Berichterstattung in der Presse, nach welcher der Landesrechnungshof die Notwendigkeit eines dichten Netzes von 135 Pflegestützpunkten in Zweifel zieht, da die Zahl der Beratungen an unterschiedlichen Orten variiere.

Dies ist unserer Ansicht nach jedoch das Wesen eines flächendeckenden Beratungsangebotes in der Pflege. Gerade die Coronakrise hat vor Augen geführt, wie schnell sich Beratungsbedarfe ändern und spontan erheblich ansteigen können. Reine Wirtschaftlichkeitsüberlegungen, ob den damit verbundenen Kosten auch eine permanent gleich hohe Inanspruchnahme gegenübersteht, werden Angeboten der Daseinsvorsorge nicht gerecht, die sich regelmäßig dadurch auszeichnen, dass sie eine solidarisch getragene Kostentragung mit sich bringen. Nicht anders stellt es sich z.B. beim ÖPNV dar.

Das flächendeckende Angebot an Pflegestützpunkten, welches sich aus der Tradition der Beratungs- und Koordinierungsstellen heraus entwickelt hat, ist ein bundesweites Vorzeigemodell zur Absicherung kompetenter und vor allem lückenloser pflegerischer Beratungen im ländlich strukturierten Rheinland-Pfalz. Dies sollte in jedem Fall erhalten bleiben.

Albrecht Bähr, Landespfarrer für Diakonie sowie Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz, begrüßt und unterstützt die Erklärung der PflegeGesellschaft mit Nachdruck:

„Mit seiner Behauptung, Rheinland-Pfalz sei im Ländervergleich mit Pflegestützpunkten überversorgt, macht der Landesrechnungshof nach seiner Kritik am Kita-Gesetz und der Finanzierung der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen bereits zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit Sozialpolitik. Das ist nicht seine Aufgabe“,

stellt Bähr klar.