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Evangelische Suchtkrankenhilfe Pfalz feiert 62. Besinnungstag

Dankbar sein, innehalten, informieren: Die Evangelische Suchtkrankenhilfe Pfalz feiert ihren jährlichen Besinnungstag in diesem Jahr am Sonntag, 3. November 2019, im Kloster Neustadt. Hierzu sind alle von einer Suchterkrankung Betroffenen und ihre Angehörigen sowie alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden aus den Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen herzlich eingeladen. Der Tag widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien“.

Neustadt (dwp).  Der Besinnungstag beginnt um 10.15 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst mit dem Landespfarrer für Diakonie der Evangelischen Kirche der Pfalz, Albrecht Bähr. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Chor „Sound Harmonists“ aus Heidelberg unter der Leitung von Dr. Corinna Schreieck. Nach einem dankbaren Rückblick auf die Arbeit der Evangelischen Suchtkrankenhilfe im Jahr 2019 und den traditionellen Abstinenzehrungen schließt das Vormittagsprogramm.

Der Nachmittag steht unter dem Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien“. Zum öffentlichen Nachmittagsprogramm sind neben den Mitarbeitenden alle am Thema interessierten Menschen herzlich eingeladen.  Dominik Schottner, Redakteur beim Deutschlandfunk, wird aus seinem Buch „Dunkelblau – Wie ich meinen Vater an den Alkohol verlor“ lesen. Mit einer Radiosendung zu diesem Thema gewann Schottner 2016 den Deutschen Radiopreis.

Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit, dem Autor Fragen zu stellen. Außerdem wird bei einem anschließenden Couchgespräch mit weiteren Betroffenen und Fachkräften aus Beratung und kommunaler Jugendhilfe das Thema aufgenommen und diskutiert: Was macht es so schwer, an suchtbelastete Familien heran zu kommen und welche Unterstützung benötigen insbesondere die Kinder in diesen Familien?

Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken endet die Veranstaltung gegen 16.30 Uhr.

Hintergrund

Die Evangelische Suchtkrankenhilfe feiert seit 1957 jedes Jahr den Besinnungstag. Zur Evangelischen Suchtkrankenhilfe gehören alle Suchthilfeeinrichtungen, die sich in diakonischer Trägerschaft (Diakonisches Werk Pfalz und Evangelische Heimstiftung) befinden und der Selbsthilfeverband Blaues Kreuz Pfalz e.V. Das Diakonische Werk Pfalz unterhält in eigener Trägerschaft sechs Suchtberatungsstellen mit fast 20 hauptamtlichen Mitarbeitenden. Zudem ist der Landesverband des Blauen Kreuzes beim Diakonischen Werk Pfalz angegliedert. Ebenso besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Evangelischen Heimstiftung Pfalz. Das Blaue Kreuz Pfalz leistet mit 19 Selbsthilfegruppen und knapp 400 Mitgliedern wertvolle ehrenamtliche Arbeit. Die Evangelische Heimstiftung Pfalz ist Träger von drei Fachkliniken für die medizinische Rehabilitation Abhängigkeitskranker, einer Nachsorgeeinrichtung und drei ambulanten Suchtberatungsstellen.

Jährlich suchen etwa 2800 Klienten Rat und Hilfe bei den pfälzischen Beratungsstellen für Sucht.