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Diakonie fordert 100 Euro Corona-Zuschlag für Menschen mit Grundsicherung

Die Diakonie Deutschland spricht sich für einen befristeten Corona-Zuschlag für Hartz IV-Bezieherinnen und -Bezieher aus und unterstützt eine entsprechende Petition kirchlicher und gewerkschaftlicher

Gruppen: Petition 100 Euro. Die Politik muss jetzt schnell handeln, damit existenzbedrohliche Armut in Deutschland nicht durch die Corona-Krise wieder zum Normalfall wird.

 

Dazu erklärt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik Diakonie Deutschland:

"Nicht nur in die Bilanzen von Unternehmen, sondern auch in die schmalen Geldbeutel von Hartz IV-Bezieherinnen und -Beziehern reißt die Corona-Krise tiefe Löcher. Denn eine außergewöhnliche Belastung durch eine weltweite Pandemie ist in den Berechnungen der Regelsätzen nicht vorgesehen. Deshalb brauchen Menschen in Grundsicherung jetzt einen Zuschlag von 100 Euro für Erwachsene und 80 Euro je Kind für diese außergewöhnliche Belastung. Die Mehrkosten entstehen, da die Kinder wegen der Schließung von Kindergärten und Schulen kein kostenloses Mittagessen mehr bekommen, Sonderangebote oftmals wegen Hamsterkäufen nicht mehr bekommen und auch viele Tafeln geschlossen sind. Neben der Kontaktsperre bereitet die aktuelle Krise insbesondere Familien in Grundsicherung massive Versorgungsprobleme, die erhebliche Folgen für die Gesundheit haben können."

 

Mehr Infos:

Zur Meldung der Diakonie Pfalz: Die Ärmsten trifft es am härtesten

Die fachlichen Hintergründe dieser Petition werden im folgenden Podcast der Diakonie Bayern näher erläutert

Zur Petition

Corona-Informationsseite der Diakonie Pfalz

Corona-Informationsseite Deutschland