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„Damit die Freude bleibt“

Am 5. Dezember war der Internationaler Tag der Ehrenamtlichen. Ein neues Supervisionsangebot der Landeskirche soll Ehrenamtliche nun bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen.

Speyer (lk). Einmal jährlich kommen am Internationalen Tag des Ehrenamts diejenigen in den Fokus, die ihren Blick gerne auf andere richten. Rund 21.000 Frauen und Männer engagieren sich ehrenamtlich in der Evangelischen Kirche der Pfalz sowie 10.000 Menschen in der Diakonie. Ohne ihre wichtige Arbeit wären Kirche und Diakonie, wie wir sie kennen, nicht möglich. Deshalb hat die pfälzische Landeskirche beim Runden Tisch Ehrenamt den Etat „Supervision und Gemeindeberatung für Ehrenamtliche“ eingerichtet, so dass Ehrenamtliche nun die Kostenübernahme für Supervision oder Gemeindeberatung beantragen können. Pünktlich am Internationalen Tag des Ehrenamts erscheint dazu die Broschüre „Damit die Freude bleibt – Supervision und Gemeindeberatung für freiwillig Engagierte“.

„Die Ehrenamtlichen üben ihren Dienst mit viel Herzblut und großer Freude aus. Manchmal kommt es aber auch zur Überlastung, wenn die Herausforderungen zu hoch werden, oder eine gesunde Distanz zu belastenden Erfahrungen verloren geht. Zuletzt zeigte sich im Engagement für geflüchtete Menschen, dass gerade dort das Belastungspotential aufgrund der menschlichen Schicksale und der restriktiver gewordenen Asylpolitik besonders hoch ist“, äußerte sich Kirchenpräsident Christian Schad zu der Thematik. Anlässlich des Internationalen Tages des Engagements fügte die Ehrenamtsbeauftragte Heike Baier hinzu: „Dem will die Landeskirche entgegenwirken, indem sie das bisherige Angebot für Supervision und Gemeindeberatung erweitert. Ab 2021 können zertifizierte Berater Einzelne und Teams dabei unterstützen, Erfahrungen zu reflektieren, Aufgaben zu klären und Teamarbeit weiterzuentwickeln. Der ‚Runde Tisch Ehrenamt‘ fördert dies aus seinen Haushaltsmitteln und trägt so zu mehr Ehrenamtsfreundlichkeit bei“.

Regina Mayer-Oelrich engagiert sich ehrenamtlich bei der Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft im Fachbereich Frauen. Sie freut sich auf das neu geschaffene Supervisionsangebot: „Hierdurch wird neben der Stärkung der persönlichen Ressourcen Raum geschaffen für neue Sichtweisen und weitere Handlungsmöglichkeiten, um letztlich Lösungsideen und Handlungsoptionen für die jeweils anstehende Situation zu erarbeiten.“ Gerade für Frauen, die in Corona-Zeiten oft besonders belastet seien, sei es wichtig, dass sie in dieser Weise kompetent begleitet und so zum „Handeln im Rahmen der eigenen Möglichkeiten ermutigt“ würden.

Auch Christine Christmann sieht den neuen Möglichkeiten positiv entgegen. Seit 15 Jahren ist sie ehrenamtlich in der Hospizarbeit im Donnersbergkreis Ost tätig und nimmt in diesem Rahmen bereits regelmäßig an Supervisionsangeboten teil. Auch wenn sie sich ihrem Amt mit Leib und Seele widmet und nach eigener Aussage mehr zurückbekommt, als sie geben muss, schätzt sie die Begleitung der Profis. Durch die Fragetechniken und Tools fühlt sich Christmann nicht nur psychisch gestärkt, sondern kann auch selbst manche Technik anwenden und weitergeben, gerade auch in Sachen Resilienz. „Das ist eine große Entlastung in diesem schweren Amt“, sagt sie.

Durch die neue Broschüre können sich Ehrenamtliche im gesamten Bereich der Landeskirche über die aktuellen Möglichkeiten zur Supervision informieren und Ansprechpartner finden.
Broschüre zum download (786 KB)

Sollten Sie sich darüber hinaus für die Supervisionsangebote interessieren oder sich ehrenamtlich engagieren wollen, wenden Sie sich gerne an die Ehrenamtsbeauftragte Heike Baier, 0 62 32 – 664 159 oder heike.baier@8< SPAM-Schutz, bitte entfernen >8diakonie-pfalz.de.