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Vielfalt managen in Speyer Nord

Kritik aufgreifen, Lösungen finden, Begegnung ermöglichen: Neues Gemeinwesenprojekt in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Pfalz

Melissa Müller ist Ansprechpartnerin für die Menschen in Speyer Nord. Foto: privat

Speyer (dwp). Ein neues Gemeinwesenprojekt in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Pfalz ist am 1. Juli in Speyer an den Start gegangen. Melissa Müller ist als Leitung des Gemeinwesenprojektes zur Unterstützung und Einbindung der Erstaufnahmeeinrichtung für die Diakonie tätig. Es handelt sich hierbei um ein Landesprojekt des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, an dem sich das Diakonische Werk und die Stadt Speyer beteiligen. Ziel des Projektes ist, den Bürgerdialog in Speyer-Nord zu verbessern und die Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in der Integrations-und Vermittlungsarbeit zu unterstützen.

Melissa Müller wird hierfür als zentrale Anlauf-und Informationsstelle fungieren. In Form von offenen Sprechstunden - sowohl persönlich als auch telefonisch - können die Anwohner das Gespräch suchen und Beschwerden, Wünsche und Anregungen loswerden, die anschließend an zuständige Ansprechpartner weitergegeben werden. Bei Konflikten könne so zeitnah vermittelt werden, sagt Müller. Des Weiteren seien bereits Projekte und Angebote in Planung, die Begegnungen zwischen Geflüchteten und Anwohnern ermöglichen und so Vorurteile und Berührungsängste abbauen sollen. Durch weitreichende Vernetzung mit verschiedenen Steuerungs-und Arbeitsgruppen könne man Bedarfe und entsprechende Maßnahmen bestmöglich gemeinsam erarbeiten. Bereits seit 2015 ist Melissa Müller in der Flüchtlings-und Integrationsarbeit in Speyer-Nord tätig und arbeitete sowohl in der Erstaufnahme als auch in der kommunalen Gemeinschaftsunterkunft im Birkenweg.

Ich kann den Frust der Menschen in Speyer-Nord durchaus nachvollziehen. Allerdings kommt man meiner Meinung nach nur vorwärts, wenn man sich nicht auf das Problem, sondern auf mögliche Lösungen konzentriert. Integration ist kein Selbstläufer. Es hilft nicht, wenn wir den Geflüchteten ständig sagen, sie sollen sich integrieren, wenn sie dann vor verschlossenen Türen stehen!,

sagt Müller.