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Stets im Einsatz für Rechte von Migranten

Zum Tode von Reinhard Schott

Reinhard Schott. Foto: lk

Speyer (lk/dwp). Mit Menschenfreundlichkeit und Leidenschaft hat er sich beharrlich für die Rechte von Menschen mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund eingesetzt: Am 29. September ist der Integrationsbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz, Reinhard Schott, im Alter von 62 Jahren seiner schweren Krankheit erlegen. Als Integrationsbeauftragter der Evangelischen Kirche der Pfalz und als leitender Referent für Migration und Integration im Diakonischen Werk Pfalz war er verantwortlich für die Arbeit mit Ausländern, Aussiedlern, Asylsuchenden und Flüchtlingen.

„Wir trauern um einen verdienten Mitarbeiter und einzigarten Menschen, der seine Arbeit mit großem persönlichem Engagement wahrgenommen hat“, heißt es in dem von Kirchenpräsident Christian Schad, Oberkirchenrat Manfred Sutter und Landespfarrer Albrecht Bähr unterzeichneten Nachruf der Evangelischen Kirche der Pfalz und des Diakonischen Werkes Pfalz. Reinhard Schott war tief verwurzelt in seinem christlichen Glauben. Er sah seine Arbeit als Berufung an. Mit Menschenfreundlichkeit und Leidenschaft erhob er seine Stimme für die, die kein Gehör fanden. Er setzte sich beharrlich für die Rechte von Menschen mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund ein - seinen Glauben lebend, dass jeder Mensch als Geschöpf Gottes, Recht auf ein menschenwürdiges Leben hat.

„Reinhard Schott teilte familiär das Schicksal vieler Deutscher aus der ehemaligen Sowjetunion“, schreibt die Konferenz für Aussiedlerseelsorge in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in ihrem Nachruf. Schotts Vater sei in einem Gulag inhaftiert gewesen, er selber wurde am 17. März 1956 in Kasachstan geboren, 1972 konnte die Familie in die Bundesrepublik übersiedeln. „Er wusste demnach nur zu gut über die Schicksale derer Bescheid, die er in seiner Kirche und in der Gesellschaft vertrat. Dreißig Jahre lang hat Reinhard Schott einzelne Aussiedler und Aussiedlerinnen beraten und begleitet, Netzwerke in Kirche und Politik geknüpft, Strukturen und Konferenzen geprägt. Dabei tat er es immer mit Blick auf die Menschen, die von soweit herkamen wie er selbst, um in Deutschland eine Heimat und bei der Kirche seelsorgerlichen Schutz und Unterstützung durch Gottes Wort zu finden.“ 

Reinhard Schott war von 1991 bis 2000 mit der Aussiedlerseelsorge der pfälzischen Landeskirche betraut, ab 2001 wurde er Beauftragter für die Arbeit mit Ausländern, Aussiedlern, Asylsuchenden und Flüchtlingen. 2016 hat ihn die Landeskirche zum Integrationsbeauftragten ernannt. In dieser Funktion war Reinhard Schott zugleicht leitender Referent für Migration und Integration des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche der Pfalz. Der Landessynode gehörte Reinhard Schott als berufenes Mitglied an.