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"Hunger nach Gerechtigkeit"

Pfalzweite Eröffnung der 60. Aktion "Brot für die Welt" in Pirmasens

Dekanin Zimmermann-Geisert, Oberkirchenrat Manfred Sutter, Pfarrerin Corinna Weissmann, Diakoniepfarrer Albrecht Bähr. Foto: Seebald

Speyer/Pirmasens (dwp/lk). Mit dem Appell, eigene Lebensgewohnheiten kritisch zu hinterfragen und mit Blick auf die weltweite Gerechtigkeit auch zu ändern, eröffnete Oberkirchenrat Manfred Sutter die Spendenaktion Brot für die Welt, die in diesem Jahr unter dem Motto "Hunger nach Gerechtigkeit" steht. "Um Armut, Hunger und Mangelernährung zu beenden und ein Auskommen für alle zu sichern, müssen wir uns anders entwickeln: Unsere eigene Lebens- und Wirtschaftsweise und unser Einkaufsverhalten sind eng mit den Lebensbedingungen von Menschen im Süden verflochten. Unser Überfluss hat sein Gegenüber im Mangel auf dem anderen Teil der Erde", sagte Sutter bei der Eröffnung der Aktion für die Pfalz und die Saarpfalz am ersten Advent in der Lutherkirche in Pirmasens.

Die 60. evangelische Spendenaktion steht unter dem Motto "Hunger nach Gerechtigkeit". Die Überwindung von Hunger und Armut gehört zu den Schwerpunkten von Brot für die Welt, ebenso wie die Stärkung von Bildung und Gesundheit sowie der Einsatz für den Erhalt der Umwelt und die Wahrung der Menschenrechte. Das evangelische Hilfswerk zeigt konsequent die Ursachen von Hunger, Armut und Menschenrechtsverletzungen auf und verdeutlicht, dass ein Lebensstil geprägt von Überfluss und Überangebot dafür mitverantwortlich ist.

Die von der Referentin für Ökumenische Diakonie, Pfarrerin Corinna Weissmann, vorgestellten Pfälzer Projekte von Brot für die Welt und ihren Partnerorganisationen in Kenia, Nicaragua und Bangladesch greifen die verschiedenen Facetten des Mottos "Hunger nach Gerechtigkeit" auf. In Kenia wird ein Straßenkinderprojekt unterstützt, das Kinder einerseits mit Lebensmitteln und medizinischer Versorgung ganz praktisch ein Leben in Würde ermöglicht, andererseits aber auch Seelsorge leistet und Straßenkinder durch Ermutigung zu Bildung und Ausbildung neue Chancen eröffnet. In Nicaragua wird ein Frauenrechtsprojekt unterstützt, das Näherinnen in Workshops schult, ihre Rechte als Arbeitsnehmerinnen durchzusetzen. Das Projekt in Bangladesch beschäftigt sich mit den Folgen des Klimawandels: Der steigende Meeresspiegel drückt immer mehr Salzwasser ins Landesinnere hinein, so dass Trinkwasser knapp wird. Mit Hilfe einer Entsalzungsanlage wird nun Salz- in Süßwasser umgewandelt und den Menschen vor Ort eine Bleibeperspektive geboten.

Auch im Eröffnungsgottesdienst stand das Thema "Hunger nach Gerechtigkeit" im Mittelpunkt. So gestaltete das Aufgeweckt-Team der Johanneskirchengemeinde unter der Mitwirkung von Pfarrerin Kerstin Strauch ein Anspiel mit Lesung. Ein Satz aus der Bergpredigt stand dabei wie auch bei der Predigt von Oberkirchenrat Manfred Sutter im Mittelpunkt: "Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden." An dem Gottesdienst zur pfalzweiten Eröffnung von Brot für die Welt wirkten Dekanin Waltraud Zimmermann-Geisert, Diakoniepfarrer Albrecht Bähr sowie Pfarrerin Corinna Weissmann, Referentin für Ökumenische Diakonie im Diakonischen Werk Pfalz, mit. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen von Bezirkskantor Maurice Croissant, der Organistin Ingrid Regel-Habeck, und dem Johanneskirchenquartett.

Hintergrund: Das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland wurde 1959 gegründet und fördert Projekte in über 90 Ländern. Wirkliche Hilfe muss dem Armen helfen, sich selbst zu helfen, lautete ein entscheidender Grundsatz, der bis heute gilt. Die Menschen in der Pfalz und der Saarpfalz haben im vergangenen Jahr 1.029.609 Euro für Brot für die Welt gespendet. Die Menschen in der Pfalz und der Saarpfalz haben im vergangenen Jahr 1.048.908 Millionen Euro für Brot für die Welt gespendet. In dieser Summe sind Kollekten und Spenden, die in Kirchengemeinden gesammelt wurden sowie direkte Überweisungen an das evangelische Hilfswerk zusammengefasst. Das Spendenaufkommen bewegt sich über dem Niveau des Vorjahres (1.029.609 Euro). Die meisten Spenden gingen - mit 1,67 Euro pro Kirchenmitglied - im Kirchenbezirk Bad Dürkheim-Grünstadt ein, gefolgt vom Kirchenbezirk Frankenthal mit 1,61 Euro pro Kirchenmitglied und dem Kirchenbezirk Neustadt mit 1,56 Euro pro Kirchenmitglied.

Deutschlandweit einheitliches Spendenkonto von Brot für die Welt:

Bank für Kirche und Diakonie
IBAN: DE 10 100 610 060 500 500 500
BIC: GENODED1KDB