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Evangelische Heimstiftung Pfalz feiert 50-jähriges Bestehen

Gottesdienst, Festakt und „Heimstiftungsmarkt“ in und vor der Speyerer Gedächtniskirche

Speyer (evh). Mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Festakt in der Speyerer Gedächtniskirche feiert die Evangelische Heimstiftung Pfalz am 26. Oktober ihr 50-jähriges Bestehen. Auf dem Gelände vor der Gedächtniskirche werden sich an diesem Tag außerdem die Einrichtungen der Heimstiftung mit verschiedenen Angeboten präsentieren.

Der Gottesdienst beginnt um 11:30 Uhr und wird vom Vorsitzenden des Stiftungsrats der Heimstiftung, Oberkirchenrat Manfred Sutter sowie Mitwirkenden aus den Einrichtungen der Heimstiftung gestaltet werden. Für den Festakt, der gegen 12:30 Uhr beginnen wird, hat die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler ihr Kommen zugesagt. Als weitere Grußwortredner werden Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr, der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger sowie der Vorsitzende des Caritas-Verbandes für die Diözese Speyer, Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, erwartet.

Anschließend verlagern sich die Feierlichkeiten auf das Gelände um die Gedächtniskirche, wo eigens für den Festtag Zelte aufgebaut sein werden. Dort bieten die Einrichtungen der Heimstiftung nicht nur Informationen zu ihrer Arbeit, sondern zeigen auch Produkte aus ihren Werkstätten und Ergotherapie-Abteilungen, laden ein zu kreativen Angeboten wie Traumfänger und Kartensets basteln, Rucksäcke bemalen, Kinder schminken oder Henna-Malerei, bieten Selbstgemachtes zum Verkauf oder die Möglichkeit, sich bei einem Quiz und am Glücksrad zu versuchen. Auch Besucher, die nicht am Gottesdienst und Festakt teilnehmen, sind herzlich eingeladen, diesen "Heimstiftungsmarkt" zu besuchen, der bis 16 Uhr geöffnet sein wird.

Mit einer Reihe von Veranstaltungen, deren Bandbreite vom Fachtag bis zum Fußballturnier reichte, haben die Einrichtungen der Evangelischen Heimstiftung Pfalz bereits das ganze Jahr über das 50-jährige Bestehen ihres Trägers auch vor Ort gefeiert. Ihre Entstehung verdankt die Heimstiftung einem Beschluss der Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz. Diese entschied im November 1967, ab dem folgenden Jahr die sozialen Aktivitäten der Landeskirche in einem Spitzenverband zu bündeln und dafür das Diakonische Werk Pfalz zu gründen. Um das Diakonische Werk von der Trägerschaft für stationäre Einrichtungen zu entlasten, wurde für diese Aufgabe gleichzeitig die Evangelische Heimstiftung Pfalz ins Leben gerufen und ihr die vorher vom Hilfswerk der Pfälzischen Landeskirche betriebenen Einrichtungen übertragen.

Bestand die Heimstiftung bei ihrer Gründung aus sechs Einrichtungen mit 324 Plätzen und 77 Beschäftigten, so ist sie inzwischen mit heute 14 Einrichtungen, rund 1400 Plätzen und gut 1100 Mitarbeitenden einer der großen diakonischen Träger im Bereich der Evangelischen Kirche der Pfalz. Größtes Arbeitsgebiet der Heimstiftung mit insgesamt sieben Einrichtungen ist die Kinder- und Jugendhilfe. Das Spektrum an Hilfen zur Erziehung in den sieben Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen reicht von Wohngruppen mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten über die Betreuung tagsüber in sogenannten Tagesgruppen bis hin zur ambulanten Begleitung von Familien. Dazu kommen eigene Konzepte für besondere Zielgruppen, etwa schwangere junge Frauen oder unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, eine Förderschule mit Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung sowie zwei Erziehungsberatungsstellen. Außerdem ist die Heimstiftung Kooperationspartner bei der Schulsozialarbeit und im Ganztagsschulbereich.

Hilfen für Menschen mit Suchterkrankung haben von Anfang an zum Aufgabenspektrum der Heimstiftung gehört. Ihre drei Reha-Kliniken für suchtkranke Menschen sind in der Pfalz die einzigen Einrichtungen dieser Art in kirchlicher Trägerschaft. Seit 2012 hat die Heimstiftung außerdem die Trägerschaft für drei Suchtberatungsstellen vom Diakonischen Werk Pfalz übernommen.

Pionierarbeit hat die Heimstiftung bei der Rehabilitation von Menschen mit psychischer Behinderung und deren Integration ins Arbeitsleben geleistet. Sowohl das Ludwigshafener Wichern-Institut mit seinem Konzept einer kombinierten medizinisch-beruflichen Reha als auch die Fachdienste für Arbeit und Integration mit ihrem Beratungs- und Unterstützungsangebot zur Integration von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt waren in den 1980er Jahren bundes- bzw. landesweite Modellprojekte. Als anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung ermöglichen die Wichern-Werkstätten speziell Menschen mit psychischer Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben.