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Diakoniepreis 2013: Die Preisverleihung in Bildern

 

Lebendig, mutig, mittendrin

Die Neue Arbeit Westpfalz (NAW) Kaiserslautern ist Preisträger des Diakoniepreises 2013. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird von der Bruderhilfe - Versicherer im Raum der Kirchen gestiftet.

Die Begründung der Jury lautet: "Die NAW setzt sich immer wieder für die Belange langzeitarbeitsloser Menschen ein und erhebt ihre Stimme gegen soziale Ausgrenzung und Stigmatisierung arbeitsloser Menschen. Durch ihr Engagement im Stadtteilgespräch "Grübentälchen" fördert sie gemeinsam mit anderen den sozialen Zusammenhalt im Quartier. So setzt sie sich beispielhaft für ein lebendiges und starkes Gemeinwesen ein."

Mit dem Preis würdigt die Jury zugleich den beruflichen und persönlichen Einsatz der Geschäftsführerin der NAW, Frau Gabi Schellhammer. "Sie verbindet in Ihrer Person professionelles Engagement mit dem Gebot der christlichen Nächstenliebe", meint die Jury.

Mit einem Sonderpreis in Höhe von 1500 Euro wird das Projekt "Waldpädagogik für Menschen mit Behinderungen" des CVJM Pfalz e.V. (Christlicher Verein Junger Menschen) ausgezeichnet. Die Jury würdigt damit die Initiative des CVJM Pfalz, den Wald auch für Menschen mit Handicaps begreifbar zu machen.

Zur Pressemeldung

Bewerber und Projekte

Cafe Lichtblick in Pirmasens

Seit 1999 (Kündigungswelle in der Schuhindustrie) Treffpunkt und Beratungsstelle für Arbeitslose mit bis zu 100 Besuchern pro Monat. Besucher werden beim Schreiben von Bewerbungen unterstützt, Bewerbertraining, Möglichkeit zur Stellenrecherche im Internet, monatlich Frühstückstreffen mit Schwerpunktthema. Neuestes Projekt ist der Aufbau einer Tauschbücherei in den Räumen des Cafes, um sowohl das Besucher- als auch das Themenspektrum zu erweitern und somit das Gemeinwesen als Ganzes noch mehr in den Blick zu nehmen.

Diakonissenverein Landau

Drei ältere Menschen mit Behinderung werden im August 2013 in eine vom Diakonissenverein Landau umgebaute und renovierte Wohnung einziehen. Die Betreuung wird in Kooperation mit dem "Club behinderter Menschen und ihrer Freunde Südpfalz" organisiert und sichergestellt.

Familie in Bewegung

Das "FaBeLu"-Projekt des Ludwigshafener Vereins Familie in Bewegung bietet in seinem umfangreichen Programm Kurse, Eltern-Kind-Gruppen und Aktionen für Familien an. Die Gruppen und Kurse begleiten Familien mit Kindern in allen Altersstufen. Besondere Unterstützung erfahren auch Alleinerziehende und sozial schwache Familien. Der Verein war bereits Preisträger des Helmut-Simon-Preises der Diakonie.

Gruppe alleinerziehender Frauen

Austausch, Information und Unterstützung erhalten allein erziehende Frauen seit 2005 bei regelmäßigen Treffen einer eigenen Gruppe im Dekanat Neustadt. Die Frauen haben sich mittlerweile ein stabiles Netzwerk geschaffen – und helfen sich mit ihrem stetig anwachsenden Wissen  und ihrem Erfahrungsschatz gegenseitig weiter. Bei Bedarf werden weiterführende Hilfen vermittelt, z. B. auch die Begleitung zu Ämtern. Themenbezogen lädt die Gruppe auch Fachreferentinnen (Anwältin, Kommunikationstrainerin) ein.

Jugendraum Quo Vadis

30 Jugendliche besuchen täglich den Jugendraum Quo Vadis, der nach dem Konzept der offenen Jugendarbeit arbeitet. Damit werden viele Jugendliche erreicht und öffnen sich dann auch weiterführenden Beratungs- und Hilfeangeboten. Der Treff hat sich als fester Anlaufpunkt etabliert. Jugendliche finden Hilfe bei Problemen in  Schule, Familie, Ausbildung und Beruf. Die Einrichtung wird vom Dekanat, der Kirchengemeinde und dem Landesjugendpfarramt getragen.

Protestantische Jugendzentrale

Die  Prot, Jugendzentrale Homburg ist einer von zehn bundesweiten Standorten für das Projekt „TANDEM – Vielfalt gestalten“ der Evangelischen Jugend in Deutschland.  Evangelische Jugend und Migrantenorganisationen bieten gemeinsame (Tandem) Aktionen (z.B. Turniere) an. Dadurch lernen junge Menschen unterschiedlicher Herkunft den wertschätzenden Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt. Begleitend werden Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit für vielfaltsbewusste und partizipatorische Angebote sensibilisiert. Unterstützt wird das Projekt besonders durch die Straßensozialarbeit der Stadt Landstuhl.

Prot. Krankenpflegeverein Marnheim

Ganz gegen den Trend kann sich der Prot. Krankenpflegeverein Marnheim über steigende Mitgliederzahlen und ein lebendiges Vereinsleben freuen. Mit ihm freut sich die Ökumenische Sozialstation – über mehr Beiträge und zweckgebundene Spenden. Die Trendwende hat man in Marnheim mit altbewährten Mitteln geschafft: Auf die Menschen persönlich zugehen, z.B bei  Geburtstags-, Kranken- und Kondolenzbesuchen, präsent sein als Ansprechpartner bei Fragen und seelischen Nöten. Regelmäßig werden Info-Blätter zu aktuellen (sozialen, gesundheitlichen, wirtschaftlichen) Themen persönlich an die Haushalte verteilt. So kommt man ins Gespräch und schafft Vertrauen.

Schmiedelanstalten Nannhausen

Mit dem Projekt Stadt-Land-Kita bewerben sich die Schmiedelanstalten gemeinsam mit der Stadt Simmern/Hunsrück, der Ev. Kirchengemeinde Simmern und dem Verbund der Ev. Kindertagesstätten im Kirchenkreis Simmern-Trarbach. Mit dem Projekt soll das Leben im ländlichen Raum für junge Familien attraktiv bleiben/werden. Das kulturhistorische Erbe dieses ländlichen Raums soll für die Kinder erfahrbar werden (z.B. selber säen und ernten). Zwei Kitas – die Stadt-Kita und die Naturnahe-Kita - ergänzen sich in ihren Angeboten und pädagogischen Konzepten. Die Kinder können von der Stadt-Kita (U-3 Gruppen) nahtlos in die Naturnahe Kita wechseln.

LIGA gegen Ausländerfeindlichkeit

Die Leininger Initiative gegen Ausländerfeindlichkeit ist eine Bürgerinitiative, die vor 20 Jahren in Reaktion auf die ausländerfeindlichen Angriffe in Rostock, Hoyerswerda und anderen Orten gegründet wurde. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde Hettenleidelheim führte die LIGA das erste Kirchenasyl in Rheinland-Pfalz aus. Die LIGA hat ihren Arbeitsschwerpunkt in der Flüchtlingsbetreuung (Begleitung von Asylverfahren, Ersuchen an Bürgerbeauftragte, Petitionsausschuss oder Härtefallkommission, Hilfe beim Umgang mit Behörden, Wohnungssuche), betreibt das Cafe International in Grünstadt und bietet Sprachkurse an.

CVJM Pfalz,Otterberg

"Wir machen den Wald begreifbar: Waldpädagogik mit Menschen mit Behinderung" heißt das Projekt des CVJM Pfalz. Gemeinsam mit vielen Netzwerkpartnern (Naturschutz, Wissenschaft, Behindertenhilfe, Kommune, Jugendarbeit) und Menschen mit Behinderung baut der CVJM einen barrierefreien Parcours der Sinne. Waldpädagogische Programme werden an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung angepasst.

Diakoniekirche Plus

Die Evangelische Gemeinde in der Mannheimer Neckarstadt hat die denkmalgeschützte Lutherkirche zur multifunktionalen "Diakoniekirche Plus" umgebaut - einer Kirche des Wortes und der Tat. Hier finden Seelsorge und Gottesdienst; Beratung (Rechts-, Sozial-, Wohn- und Suchtberatung, Mannheimer Arbeitslosenzentrum) und Begegnung unter einem Dach statt. Zum Angebot gehören auch ein Kinderkaufhaus und ein Mittagstisch. Unabhängig ihrer religiösen Herkunft finden Menschen Unterstützung und Hilfe. Diakoniekirche funktioniert als Netzwerk aus Kirche, Diakonie und freien sozialen Projekten und Trägern.

Gedenkstätte für NS-Opfer

Erinnern, gedenken, lernen: Das sind die Ziele, die der Förderverein Gedenkstätte für NS-Opfer verfolgt. Am 10. März 2013 wurde die Gedenkstätte in einer ehemaligen Kaserne im heutigen Quartier Hornbach in Neustadt der Öffentlichkeit übergeben. Hier befand sich bis 1933 ein frühes Arbeits- und Konzentrationslager. Die  Gedenkstätte ist nicht nur ein Ort der Erinnerung sondern ein außerschulischer Lernort. Der Verein engagiert sich  in der politischen Bildung. 

Internationaler Bund: WILMA

Mit dem Projekt WILMA (Wiedereingliederung langzeitarbeitsloser Menschen mit psychischen Auffälligkeiten) verwandelte sich nicht nur die Brache auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei Bad Dürkheim in einen blühenden Garten zurück. Auch die Teilnehmer blühen auf, weil sie durch die Arbeit im Lehr- und Schulgarten neue berufliche Perspektiven entwickeln können und aus ihrer Isolation herauskommen. Darüber hinaus freuen sich Schulen, Kitas und andere Einrichtungen, das Gelände mit seinen vielfältigen Möglichkeiten mitnutzen zu können. Das Projekt führt der Internationale Bund im Auftrag des Jobcenters gefördert durch den Europäischen Sozialfonds durch.

Mehrgenerationenhaus Ludwigshafen

Mittendrin: Das ist das MGH LU mit seiner Lage im Stadtteil Hemshof ohnehin. Aber auch die generationenübergreifenden, niedrigschwelligen und thematisch breit gefächerten   Angebote spiegeln das Mittendrin und das Miteinander im Gemeinwesen wider. Vom Kindermittagstisch, über Hausaufgabenbetreuung oder Gruppen für Frauen mit Migrationshintergrund, dem Treff 60+ oder Themennachmittagen engagieren sich  ehrenamtliche Mitarbeiter als Gemeinwesenarbeiter. Die Angebote sind stark frequentiert.

Prot. Kita Betzenberg

Viel mehr als „nur“ ein Kindergarten ist die prot. Kita Betzenberg in Kaiserslautern. In einem Stadtteil, der sich erkennbar zum sozialen Brennpunkt wandelt, hat sich die Kita mehr und mehr zum Nachbarschaftszentrum entwickelt. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern/Großeltern erfahren hier Unterstützung und Hilfe. Sie werden mit verschiedenen niedrigschwelligen Maßnahmen (Treffs, Gruppen, „Raumleihe“ für Feste, Beratung vor Ort, Unterstützung bei Behördengängen) nicht nur in ihrer Erziehungskompetenz ge- und bestärkt sondern auch in ihrem Selbstwertgefühl.  Mit der Kita bekommt die Kirche auch für kirchenferne Menschen ein Gesicht. Kirche kommt zu den Menschen. 

KinderVesperKirche Ludwigshafen

Nächstenliebe geht bei der KinderVesperKirche LU durch den Magen. Das Projekt des Stadtjugendpfarramts LU in Kooperation mit dem Verein „ Adler helfen Menschen“ hatte 2012 Premiere und wird fortgeführt – mit dem Ziel, die KinderVesperKirche als festen diakonischen Aktionsort in LU zu etablieren. Das Projekt ist auf viele ehrenamtliche Helfer angewiesen. Durch diese breite Unterstützung über Generationen und Kulturen hinweg wirkt die KinderVesperKirche in den gesamten Sozialraum hinein. Der Tisch ist eine Woche lang jeden Mittag für die Kinder einer Grundschule im Stadtteil Süd gedeckt. An das gemeinsame Essen – für viele Kinder eine seltene Erfahrung! – schließt sich ein Kreativprogramm an. Die Prot. Jugendkirche LU arbeitet für das Projekt eng mit der Berufsbildenden Schule Hauswirtschaft und Sozialpädagogik zusammen. Es ist geplant, die Kooperation mit  einer offiziellen Vereinbarung nachhaltig zu sichern.

Ev. Gemeindedienst Kaiserslautern

Informieren, beraten, ermutigen, befähigen, Zeichen setzen gegen die soziale Ausgrenzung: Den Teufelskreis von sozialem Ausschluss, eingeschränkter Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben und mangelnder Information und Partizipation möchte der Evangelische Gemeindedienst Kaiserslautern mit seinen verschiedenen niedrigschwelligen und gemeinwesenorientierten Angeboten (Tageszeitung, Bücherbörse, Kleiderkammer, PC-Terminal, Stiftskirchencafe) durchbrechen. Alle Angebote schaffen Zugang zu Bildung, dem sozialen Leben in KL sowie zu weiteren hilfreichen Ressourcen. Geplant sind außerdem ehrenamtliche Behördenpaten und ein informeller Treff- und Kommunikationspunkt mit Suppenbar. Um die Pläne zu verwirklichen, ist der Evangelische Gemeindedienst auf Spenden angewiesen.

Neue Arbeit Westpfalz

Die NAW Kaiserslautern bietet arbeitslosen Menschen Arbeit, Qualifizierung und Beratung im Rahmen eines Betriebes an. Über diese Maßnahmen hinaus setzt sie sich bei verschiedenen Aktionen und durch Öffentlichkeitsarbeit immer wieder für die Belange (langzeit)arbeitsloser Menschen ein und erhebt ihre Stimme gegen soziale Ausgrenzung und Stigmatisierung arbeitsloser Menschen. Sie ist stark engagiert im Stadtteilgespräch „Grübentälchen“ – einer Initiative von 23  Einrichtungen im gleichnamigen Stadtteil, darunter Prot. Kirchengemeinde, Kita, Jugendhilfezentrum). Vernetzung, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Aktionen (Stadtteilfest) fördern den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil. Ein Aushängeschild der NAW ist das Second-Hand-Warenhaus „Schatzkiste“, das in mehrfacher Hinsicht nachhaltig ist: Hier werden arbeitslose Menschen beschäftigt und qualifiziert, bedürftige Menschen profitieren vom Warenangebot. Die Umwelt wird durch die lange Nutzung von Gebrauchsgegenständen geschont.