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Hilfe für schwerstkranke und sterbende Menschen

Ehrenamtliche Hospizbegleiterin beim Hausbesuch

In Würde und Geborgenheit sterben

Die Diakonie unterstützt sterbende Menschen dabei, ihren Weg bis zum letzten Moment lebenswert zu gestalten und in Würde zu gehen. Wir begleiten schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen auf diesem Weg. Die körperlichen, psychischen und spirituellen Bedürfnisse der Sterbenden und ihrer Angehörigen stehen dabei im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Wenn sterbende Menschen ihren letzten Lebensabschnitt in vertrauter Umgebung verbringen möchten, helfen Fachkräfte, die Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Sie entlasten Betroffene und Angehörige und unterstützen die Menschen im Alltag. Ehrenamtliche Hospizbegleiter stehen den Menschen auch zu Hause bei Ängsten, Unsicherheiten und Trauer zur Seite.
Palliativmedizin und Palliativpflege mindern die Leiden der sterbenden Menschen und ermöglichen ihnen Lebensqualität und eine schmerzfreie letzte Lebensphase. Die Hospiz- und Palliativhilfe der Diakonie Pfalz ist für alle Menschen da, unabhängig von ihrer Herkunft und Religion.

Begleiten und entlasten

Das Diakonische Werk Pfalz gründete bereits 1991 gemeinsam mit dem Diözesan Caritasverband Speyer die Arbeitsgemeinschaft der Ökumenischen Hospizhilfe.
Aktuell unterstützen 35 Hauptamtliche und etwa 400 ehrenamtlichen Mitarbeiter in 13 Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdiensten sterbende Menschen und ihre Angehörigen in der Pfalz und der Saarpfalz.

Der Weg zu uns

Die Adressen und Kontaktdaten der Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienste und Hospizgruppen in der Pfalz und im Saarpfalzkreis finden Sie hier:

Adressen

Oder geben Sie in unserem Adressenfinder die gewünschte Postleitzahl ein und wählen das Schlagwort "Hospize/Hospizdienste" aus.

Beistehen und beraten

Ziel der Arbeit ist es, den unheilbar Kranken und Sterbenden ein schmerzfreies, selbstbestimmtes und damit menschenwürdiges Leben bis zuletzt zu Hause zu ermöglichen. Die Angehörigen erfahren Entlastung durch Beistand und Beratung.

Um diese Arbeit leisten zu können, arbeiten die Dienste mit Hausärzten, Schmerztherapeuten und ambulanten Pflegedienste zusammen. Bei der Versorgung zu Hause vermitteln sie auf Wunsch schmerztherapeutische oder pflegerische Behandlung und seelsorgerliche Unterstützung.

Über die Arbeit der Hospizhelfer

Lesen Sie hier mehr über die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Hospizhelfer und der Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienste:

"Ich hab so Angst" - Angst, Trauer und die unstillbare Sehnsucht nach Leben

"Ich hab so Angst"

Ambulanter Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Landau begleitet schwerkranke Menschen

In der Hospizarbeit steht der schwerkranke Mensch mit seinen Bedürfnissen, seinen Ängsten und Schmerzen im Mittelpunkt. "Wir versuchen zu ermöglichen, dass er in der letzten Lebensphase nicht allein ist, möglichst umgeben von vertrauten Menschen zu Hause bleiben kann und ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt führen darf", sagt Hanne Sarcinelli, Ehrenamtliche im Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Landau/Südliche Weinstraße. Die Begleitung ist kostenfrei und wird durch einen Förderverein unterstützt. Träger sind das Vinzentius-Krankenhaus und die Diakonie.

Zwei Hospizschwestern unterstützen in Zusammenarbeit mit Pflegediensten und Ärzten die Patienten und ihre Angehörigen oder Freunde. Eine Koordinatorin bereitet durch Seminare die Ehrenamtlichen auf ihren Dienst vor, ist zuständig für Begleitung und Fortbildung. Zurzeit sind 47 Frauen und Männer verschiedenen Alters ehrenamtlich tätig. Sie stammen aus ganz unterschiedlichen Berufen und wurden sorgsam ausgewählt, auf ihre Aufgabe vorbereitet und werden fortlaufend selbst in einer Gruppe begleitet.
Sie nehmen sich Zeit zum Gespräch, hören zu, tragen Hoffnungen mit und halten Ängste mit aus, sie entlasten, begeleiten und stärken die Angehörigen. Ihr Einsatzort sind Familien, Altenheime und Kliniken. Sie bieten ihre Hilfe auch im monatlichen Trauercafé an und gehen in die Schulen, um die Arbeit zu erklären und Fragen zu beantworten.

Im Jahr 2011 konnten 88 Schwerkranke vom Dienst betreut werden, etwa 60 Beratundgespräche wurden geführt, die Ehrenamtlichen erbrachten 1250 Stunden in Begleitungen. Das Trauercafé besuchen im Schnitt 25 Trauernde im Monat, sechs Menschen werden in einer geschlossenen Trauergruppe betreut. Die Patienten der Palliativstation in Annweiler werden von vier Ehrenamtlichen betreut.

Hanne Sarcinelli berichtet über eine Begleitung: "Eine Frau Anfang 50 mit Metastasen nach einer Brustkrebserkrankung hätte gerne eine Begleitung. Mit diesen Worten erreicht mich die Anfrage unserer Hospizschwester. Mein erster Besuch bei dieser so lebenshungrigen Frau macht mir klar, in welch verzweifelter Situation sie sich befindet. Es sind nicht nur die Schmerzen und andere Symptome, die sie dank der guten ärztlichen Versorgung durch eine engagierte Palliativmedizinerin in den Griff bekommt. Es erwarten sie wieder viele Fahrten zur Chemotherapie, es stehen ihr bange Tage und Stunden vor den nächsten Untersuchungen bevor. Und natürlich ist da die Angst, die sie immerzu beherrscht: Wie geht es weiter? Vor allem gibt es da ja noch die Familie. Der Ehemann verdrängt die lebensbedrohliche Situation. Ihre Ängste tut er ab mit den Worten, dass sie positiv denken müsse. Der ohnehin schon introvertierte Sohn verstummt fast vor lauter Verzweiflung und vernachlässigt seine schulischen Aufgaben. Dabei möchte sie so gern noch erleben, dass er sein Abitur schafft. Und schließlich studiert der ältere Sohn, der ihr emotional sehr nahesteht, in einer anderen Stadt. Seine Nähe täte ihr jetzt besonders gut.

Wir lachen, wir plaudern, wir weinen

Ich begleite sie zu allen Chemotherapien, bleibe während der Infusionen an ihrer Seite, bin bei den Untersuchungen mit den niederschmetternden Diagnosen bei ihr. Bei ihren Anrufen 'Ich habe so Angst!' bin ich zehn Minuten später bei ihr. Wir reden über ihre Ängste, über ihre Trauer, über ihre unstillbare Sehnsucht nach Leben. Wir halten diese Stunden zusammen aus. Aber wir sitzen auch im Garten und freuen uns gemeinsam an ihren selbst gepflanzten wunderbaren Blumen. Wir plaudern über Gott und die Welt, sie erzählt mir fast ihr ganzes Leben, wir lachen viel, wir weinen auch bisweilen.
Der Tod kommt schneller als erwartet. Ihre drei Männer haben es gewagt, in den letzten Stunden bei ihr zu sein. Mit einer von dem Ehemann mit geplanten, sehr persönlich gestalteten Trauerfeier wird sie zu Grabe getragen. Die Gespräche mit dem Witwer in den ersten Wochen danach sind oft schwer auszuhalten, der Schmerz der Trauer frisst ihn fast auf. Aber allmählich werden die Abstände unserer Treffen größer. Und schließlich wagt er sich, am Ende des Jahres im Gedenkgottesdienst unseres Hospizdienstes für seine verstorbene Frau eine Kerze anzuzünden. Die nächsten Schritte der Trauer wird er alleine gehen können."

Kontakt:

Hanne Sarcinelli, Ehrenamtliche im Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Landau/Südliche Weinstraße

Weißenburger Straße 1
76829 Landau

Telefon: 06341 942946

hospizdienst.landau@remove-this.vinzentius.de

Mit der Trauer leben lernen - das Trauercafé Kirchheimbolanden

Mit der Trauer leben lernen

Trauercafé Kirchheimbolanden: Gespräche und Begegnungen in geschütztem Raum

Ein Mensch ist gestorben. Für die, die zurückbleiben, ist nichts mehr, wie es einmal war. Trauer kann die Hinterbliebenen lähmen. Das Trauercafé bietet einen geschützten Ort für Trauernde, die hier bei Begegnungen, in Gesprächen und in Gemeinschaft die Frage stellen können: Wie kann ich mit meiner Trauer leben? Die Betroffenen finden hier ein offenes Ohr - bei Menschen, die Ähnliches erfahren haben, aber auch bei den erfahrenen Mitarbeitern, die das Trauercafé betreuen.

Das Trauercafé entstand 2006 auf Initiative des Predigers Hans-Joachim Baumann von der Stadtmission Kirchheimbolanden. Ihm war es ein Anliegen, trauernden Menschen eine Gelegenheit zum Austausch zu geben. Unterstützung fand Baumann in der Pfarrerin und den Pfarrern der Protestantischen Kirchengemeinden Bolanden, Kirchheimbolanden und Bischheim - Birgit Rummer, Thomas Vieweg und Gerhard Ehrlich - sowie in den Mitarbeiterinnen des neu gegründeten Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienstes Donnersbergkreis, Ingrid Horsch und Sabine Nauland-Bundus.
Über sechs Jahre entwickelte sich der Rahmen, in dem das Trauercafé stattfindet: Von einem kleinen, geleiteten Gesprächskreis zu einer größeren, informellen Runde.

Offener Treffpunkt für trauernde Menschen

Heute wird das Trauercafé als offener Treffpunkt für trauernde Menschen angeboten. Einmal im Monat laden die Veranstalter Trauernde aus dem ganzen Donnersbergkreis in die Ökumenische Sozialstation Donnersberg-Ost in Kirchheimbolanden ein. Von 15 bis 17 Uhr besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen an kleinen Tischgruppen miteinander ins Gespräch zu kommen. Am Anfang des Treffens steht ein kurzer Gedanke, der den Gesprächseinstieg erleichtern kann. In der Regel kommen die Besucher schnell miteinander in Kontakt und tauschen sich über das aus, was sie beschäftigt. Jede Tischgruppe wird von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter begleitet.
Der Teilnehmerkreis wächst langsam aber stetig; zurzeit kommen zehn bis zwölf Besucher recht regelmäßig. Der Kreis ist relativ homogen: Männliche Teilnehmer sind selten, die Frauen sind im mittleren bis höheren Lebensalter. Junge Teilnehmer kommen äußerst selten.
Die Teilnahmehäufigkeit variiert; von wenigen Besuchen bis zum regelmäßigen Kommen über einen langen Zeitraum. Die Besucher kommen aus dem ganzen Donnersbergkreis und nehmen bis zu 20 Kilometer Anfahrt auf sich.
"Im Moment sind nur hauptamtliche Mitarbeiter(innen) am Trauercafé beteiligt. Unser Wunsch ist es aber, auch ehrenamtliche Mitarbeiter(innen) des Hospizdienstes für diese Arbeit zu qualifizieren und weitere Angebotsformen - auch an anderen Standorten im Donnersbergkreis - zu entwickeln", sagt Sabine Nauland-Bundus vom Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Donnersbergkreis.

Kontakt:

Ambulanter Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Donnersbergkreis

Telefon: 06352 7059714 (Ingrid Horsch oder Sabine Nauland-Bundus)

Pfarrer Gerhard Ehrlich; Protestantische Kirchengemeinde Bischheim, Telefon: 06352 4422
Pfarrerin Birgit Rummer, Protestantische Kirchengemeinde Bolanden, Telefon: 06352 750883
Elfriede Schindler, Stadtmission Kirchheimbolanden, Telefon: 06352 1785
Protestantische Kirchengemeinde Kirchheimbolanden, Telefon: 06352 2601

hospizdienst.donnersbergkreis@remove-this.sozialstation-Kibo.de

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