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20 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit in der Kriminalprävention

Ehrung für Diakonie-Referentin Anette Schilling

"Prävention ist eine Aufgabe, die nur dann erfolgreich gelöst werden kann, wenn sie von vielen Aktiven getragen wird. In Rheinland-Pfalz hat sich dieser Leitgedanke seit nunmehr 20 Jahren kontinuierlich verfestigt. Kommunen, einzelne Akteuren und das Land arbeiten hier erfolgreich zusammen, damit die Menschen in unserem Land sicher sind", so Innenminister Roger Lewentz am "Tag der Prävention" in Mainz.

Anlass der Fachveranstaltung mit Festakt ist das 20jährige Bestehen der Leitstelle "Kriminalprävention" im Ministerium des Innern und für Sport.

Der "Tag der Prävention", der unter dem Thema "Kommunale Kriminalprävention - Kosten, Nutzen, Perspektiven" durchgeführt wurde, stellt den Höhepunkt des Jubiläumsprogramms dar und erlaubte den Rückblick auf eine erfolgreiche Geschichte der Leitstelle "Kriminalprävention". So ging Prof. Dr. Dieter Hermann, vom Institut für Kriminologie der Universität Heidelberg, in seinem Fachvortrag auf den (finanziellen) Ertrag von Präventionsmaßnahmen ein. Aber auch der Blick in die Zukunft durfte nicht fehlen: Der Landespräventionsrat Niedersachsen stellte die neue Methode "Communities That Care" (CTC) vor, die auch in Rheinland-Pfalz möglicherweise in Modellkommunen angewendet werden soll. Bei CTC handelt es sich um ein Programm, das ausgehend von einer detaillierten Befragung konkrete Bedarfe vor Ort identifizieren kann. Die Analyse ermöglicht es, zielgerichtete und ressourcenschonende Präventionsprojekte und -programme umzusetzen.

Getreu dem Motto "Hand in Hand für Sicherheit" ist eine erfolgreiche Kriminalitätsvorbeugung nur dann möglich, wenn sie die landesweit zahlreichen Kooperationspartner aus dem Themenfeld der Prävention zusammenbringt. "Nur durch gesamtgesellschaftliche Bemühungen, durch das Engagement von uns allen mit all unseren unterschiedlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten, kann uns diese Aufgabe gelingen", so Lewentz. Im Rahmen des Festakts würdigte der Minister 14 herausragende Persönlichkeiten der kommunalen Kriminalprävention. Klaus Kowarik, Karl Hartmetz, Dr. Gertrud Schanne-Raab, Rapael Baumann und Wilfried Dohle wurden für ihren Einsatz in den Kriminalräten geehrt. Rüdiger Stein, Dieter Baust, Annette Schilling, Hans Sahoraj und Thomas Brenner wurden unter anderem für ihr Engagement im Bereich der politischen Bildung und der Suchtprävention in Ludwigshafen und Ingrid Suder, Waltraud Ruppert, Norbert Liebeck sowie Ferdinand Schultheis im Bereich der Seniorensicherheit in Mainz gewürdigt.

Auf Beschluss des Ministerrats wurde die Leitstelle "Kriminalprävention" 1997 eingerichtet und ist seitdem für unterschiedliche Akteure kompetenter Ansprechpartner in Sachen Kriminalitätsvorbeugung. Der gesamtgesellschaftliche Ansatz in der Kriminalprävention ist in Rheinland-Pfalz fester Bestandteil der Sicherheitspolitik. Besonders gut kommt dieser Ansatz in den rund 100 kriminalpräventiven Gremien zum Tragen, die durch die Leitstelle "Kriminalprävention" betreut werden. "Die Leitstelle wird auch in Zukunft ihre Bemühungen weiter ausbauen und beispielsweise mit Schulungen und einer verbesserten Öffentlichkeitsarbeit die kriminalpräventiven Gremien bei ihren Projekten unterstützen", sagte Lewentz.

Bereits in den vergangenen Wochen fanden aus Anlass des Jubiläums die "Wochen der Prävention" statt. Ziel war es, die Bandbreite präventiver Themen, Akteure und Angebote in Rheinland-Pfalz einem breiten Publikum vorzustellen. In Mainz wurden so beispielsweise die Themen Opferschutz, Extremismusprävention, Zivilcourage und Seniorensicherheit vorgestellt.

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